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Tuesday, 27. July 2010
(German version) Unter der Schirmherrschaft von UNO, EU und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sind in Genf die Gespräche zwischen Russland und Georgien wieder aufgenommen worden.
Die 12. Gesprächsrunde seit Oktober 2008 brachte jedoch keine konkreten Resultate. Alle Delegationen nahmen daran teil, wie eine UNO-Sprecherin sagte.
Darunter war auch die abtrünnige georgische Region Abchasien, deren Delegation im Juni den Verhandlungstisch verlassen hatte und damit drohte, an den Gesprächen nicht mehr teilzunehmen, wenn Abchasiens Unabhängigkeit nicht anerkannt werde.
Die Gespräche würden weitergeführt, sagte der EU-Sonderbeauftragte Pierre Morel nach den Verhandlungen vom Dienstag. Zuvor hatte er dies bereits als Fortschritt gewertet. Die nächste Gesprächsrunde findet am 14. Oktober statt. Die Gespräche fanden in zwei Arbeitsgruppen zu Sicherheit und humanitären Angelegenheiten statt.
Nach dem sechstägigen Krieg zwischen Georgien und Russland im August 2008 hatte Georgien die Kontrolle über Abchasien und Südossetien verloren. Russland anerkannt die Gebiete als unabhängige Staaten und postierte zu deren Schutz tausende Soldaten.
Die internationale Staatengemeinschaft betrachtet die beiden Gebiete weiterhin als zu Georgien gehörend. Laut einem Bericht, den die Schweizer Diplomatin Heidi Tagliavini im Auftrag der EU machte und im Herbst 2009 vorstellte, hat Georgien den Krieg mit seinem Einmarsch in die abtrünnige Region Südossetien begonnen.
Russland provozierte demnach jedoch monatelang und schlug nach dem Vormarsch "unverhältnismässig" hart zurück und besetzt weite teil von Kern-Georgien. Der Vertreibung von Georgiern aus Südossetien waren die russischen "Friedenstruppen" nicht entgegengetreten.
Seit März 2009 vertritt die Schweiz die Interessen Georgiens in Russland und umgekehrt.
Quelle: SDA |